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Naturheilverfahren: Wie Schröpfen die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt

Schröpfen ist ein traditionelles Verfahren der Reiztherapie, aus dem Bereich der Naturheilkunde. Bereits die Menschen des Antiken Griechenlands waren von den Heilkräften der glockenförmigen Gläser überzeugt.

Bis heute zählt das Schröpfen zu den beliebtesten Verfahren der natürlichen Schmerzmedizin.

In der Naturheilkunde ist das Schröpfen den klassischen Ausleitungsverfahren zugeordnet. Der Schmerz soll aus dem betroffenen Körperareal „ausgeleitet“ werden. Über die Haut sollen Schadstoffe und Gifte abtransportiert werden. Durch die Anregung der an entgiftenden Prozessen beteiligten Organe (Leber, Darm, Niere) soll die natürliche Entgiftung des gesamten Körpers stimuliert werden.

Schröpfen – Anwendung und Wirkung

Die Behandlung wird mit Schröpfgläsern durchgeführt. Diese sind kugelförmig und haben eine kreisrunde, große Öffnung. Optisch erinnern sie an Glocken. Der behandelnde Arzt ertastet zunächst Muskelverhärtungen und Verhärtungen in der Unterhaut.

Sobald die Schmerzpunkte lokalisiert wurden, werden auf diese die Öffnungen der Gläser auf die Haut aufgesetzt. Durch Hitze oder Absaugen der Luft wird in den Schröpfgläsern ein Unterdruck erzeugt. Dazu wird entweder die Luft innerhalb der Gläser durch einen brennenden Wattebausch erwärmt oder es wird eine Vakuumpumpe verwendet. Der Unterdruck bewirkt ein starkes Ansaugen der Haut und Unterhaut in das Innere des Schröpfglases. Nach etwa 10 bis 15 Minuten werden die Gläser wieder von der Haut abgenommen.

Das Vakuum bewirkt eine Erweiterung der Gefäße, die Durchblutung wird stark angeregt und es kommt zu kleinen Blutaustritten in das Gewebe. Innerhalb der Schröpfzone kommt es zu einer schmerzlindernden Wirkung. Viele Patienten empfinden die Behandlung mit Schröpfgläsern als wohltuend und entspannend. In der Naturheilkunde vermutet man, dass durch die Behandlung Endorphine freigesetzt werden. Endorphine sind Hormone mit natürlich schmerzlindernder Wirkung. Zudem wird das Hormon Prostaglandin, welches im Gewebe an der Schmerzweiterleitung beteiligt ist, abgebaut.

  • Verspannungen werden gelöst
  • Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert
  • Die Immunabwehr des Körpers wird gestärkt
  • Schmerzen werden gelindert

Indikationen

Oft wird die Behandlung mit Schröpfgläsern mit einer Reflexzonentherapie kombiniert. Schröpfen ist so für verschiedenste Krankheitsbilder anwendbar, denn durch die Aktivierung der Reflexzonen können auch die inneren Organe und Organsysteme, die den Reflexzonen zugeordnet sind, positiv beeinflusst werden.

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z. B. Rückenschmerzen, Hexenschuss)
  • Entzündliche Prozesse der Unterhaut
  • Erkrankungen der inneren Organe (z. B. Gallenleiden, Lebererkrankungen, Nierenleiden)
  • Chronische Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Weichteil-Rheumatismus, chronischer Kopfschmerz, Migräne)

Sollte das zu behandelnde Areal an der Hautoberfläche entzündet sein oder liegt eine allergische Hautveränderung vor, so ist das Schröpfen keine geeignete Behandlungsmethode.

Schröpfen –Naturheilverfahren im Schmerzzentrum Schwerte

Haben Sie noch Fragen zu der Therapie mit Schröpfgläsern oder möchten Sie einen Termin vereinbaren? Rufen Sie uns gerne an!

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